Guadalajara, Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro
Vom 2. Oktober bis zum 21. Oktober 2025 hatte ich Ferien. Bereits zum fünften Mal reiste ich nach Mexiko und zum vierten Mal in die Städte Guadalajara und Zapopan. Diesmal war der Hauptgrund der Besuch meiner Freundin. Ausserdem war ich zu einer Quinceañera-Feier eingeladen. Ich war bereits im Frühling für mehrere Wochen in Mexiko. Deshalb blieb ich diesmal nur eine Woche und reiste danach weiter nach Brasilien. Dort besuchte ich unter anderem den Cristo Redentor in Rio de Janeiro. Es handelt sich dabei um eines der neuen sieben Weltwunder, die ich alle besuchen möchte.
Inhalt
Anreise | Guadalajara | Iguazú-Wasserfälle | Rio de Janeiro | Heimreise
Anreise
Da ich bereits am frühen Morgen des 2. Oktobers Richtung London geflogen bin, fuhr ich am Abend des 1. Oktobers schon zum Flughafen Zürich. Um 17:27 Uhr nahm ich den IC von Sargans nach Zürich HB und erreichte um etwa 18:45 Uhr den Flughafen. Nach einer Pizza im AIR Restaurant checkte ich im «Capsule Hotel – Alpine Garden Zurich Airport» ein. Dort hatte ich schon einige Male übernachtet, wenn ich am nächsten Morgen früh irgendwohin flog.
Am nächsten Morgen stand ich um 05:00 Uhr auf und flog um 07:15 Uhr mit Flug 709 von British Airways nach London Heathrow. Dort landete ich um etwa 08:20 Uhr mit leichter Verspätung. Um 10:30 Uhr ging es mit Flug 21 von American Airlines weiter nach Dallas/Fort Worth, dem Drehkreuz von American Airlines. Um 14:45 Uhr kam ich dort nach knapp 9,5 Stunden Flug pünktlich an. Da mein letzter Flug nach Guadalajara einige Wochen nach der Buchung nach hinten verschoben wurde, hatte ich in Dallas einen Aufenthalt von etwa sechs Stunden. Erst um 21:10 Uhr ging es wieder mit American Airlines nach Guadalajara, wo ich um 22:50 Uhr ebenfalls pünktlich ankam. Wegen der späten Ankunft schlief ich wie geplant im «Hilton Garden Inn Guadalajara Airport», einem relativ neuen und modernen Hotel.
Guadalajara
Tag 2 – Ein Tag in Guadalajara
Ab heute hatte ich ein Airbnb in Zapopan gebucht, die Check-in-Zeit war aber erst um 14:00 Uhr. Ich liess mir am Morgen also Zeit mit dem Check-out am Flughafen und nahm dann ein Taxi, um einen Freund zum Frühstück zu treffen. Wir trafen uns in der Nähe der Taquería «Tacos Arandas Valdepeñas». Das Frühstück assen wir dann aber in einem anderen Restaurant in der Nähe. Es gab ein paar Tacos de Barbacoa. Später wurde ich dann mit dem Auto zum Airbnb gebracht, wo ich eincheckte. Das Airbnb liegt nur einige Minuten entfernt von der Haltestelle Periférico Norte. Meine Freundin musste heute arbeiten, und so traf ich sie während ihrer Mittagspause zum ersten Mal seit über einem halben Jahr. In Mexiko wird meistens eher spät zu Mittag gegessen, darum trafen wir uns um 15:00 Uhr in San Isidro. Da mein Frühstück noch nicht sehr lange her war und ich keinen Hunger hatte, entschieden wir uns für das Sushi-Restaurant «Okuma Sushi San Isidro». Später verbrachte ich einige Stunden im «York Pub San Isidro», das ich bereits von früheren Besuchen der Stadt kannte. Am Abend trafen wir uns wieder im «Vancouver Wings San Isidro» für ein Abendessen. Im Verlauf des Abends stiessen auch noch einige weitere Freunde hinzu.
Tag 3 – Bosque Los Colomos und Quinceañera-Feier
Am heutigen Samstag fand am Abend die bereits erwähnte Quinceañera-Feier statt. Zuvor fuhren meine Freundin und ich zum Plaza Patria, um dort in Sandy’s Restaurant zu frühstücken. Wir trafen uns an der Haltestelle Periférico Norte, fuhren mit der Linie 1 nach Ávila Camacho und weiter mit der Linie 2 bis Plaza Patria. Nach dem Frühstück besuchten wir den Park «Bosque Los Colomos». Dort war ich im Frühling schon einmal, damals aber alleine. Später fuhren wir mit einem Uber zurück, um uns für das Fest vorzubereiten.

Um 17:30 Uhr fand eine religiöse Zeremonie in der Kirche «Parroquia Nuestra Señora de la Altagracia» statt. Die eigentliche Feier war dann um 19:00 Uhr im «Salon Campestre Las Palmas».
Tag 4 – Zoológico Guadalajara und Fiestas de Octubre
Heute verbrachte ich mit meiner Freundin einen Tag im Zoo von Guadalajara. Der Zoo ist bekannt für seine Artenvielfalt, besonders für seine Vogelarten. Es gibt auch viele Säugetierarten, darunter einige gefährdete Arten aus Mexiko. Der Zoo kann zu Fuss erkundet werden, es gibt aber auch eine Sesselbahn und einen kleinen Zug, der aber nicht auf Schienen, sondern auf einem asphaltierten Weg fährt. Wir nahmen auch an der «Safari Masai Mara» teil. Der Zoo ist wirklich sehenswert. Er liegt am nördlichen Stadtrand von Guadalajara und südlich des Barranca de Huentitán. Er bietet auch schöne Ausblicke in die Schlucht, in der ich im Frühling desselben Jahres schon gewandert bin.
Am späteren Nachmittag fuhren wir zu den «Fiestas de Octubre», einem Fest, das ganz in der Nähe meines Airbnb vom 3. Oktober bis zum 4. November stattfand. Wir assen hier etwas und fuhren mit dem Riesenrad.
Zoológico Guadalajara
Fiestas de Octubre
Tag 5 – Café Rozita und Puente Matute Remus
Heute war mein Geburtstag. Meine Freundin hatte sich den Tag extra frei genommen und wir trafen uns am Morgen im Café Rozita. Ich fuhr mit der Linie 1 von der Haltestelle Periférico Norte zur Haltestelle Juárez und musste dann nur noch ein paar wenige Meter laufen. Später fuhren wir mit einem Uber zur Brücke «Puente Matute Remus». Wir machten hier bei diesem Wahrzeichen der Stadt ein paar Fotos.

Tag 5 – La Perla Shopping Mall und Abendessen im República 33
Von der Brücke fuhren wir mit einem weiteren Uber zur La Perla Shopping Mall. Wir verbrachten hier den ganzen Nachmittag, spielten Air-Hockey, Billard und Minigolf, tranken etwas und assen Crêpes. Das nächste Uber brachte uns zum Restaurant República 33. Es war eine längere Fahrt von etwa einer Stunde. Einige weitere Freunde und Bekannte kamen hinzu und wir assen ein leckeres Abendessen.
Tag 6 – Fahrt nach Ciudad Guzmán
Leider musste meine Freundin heute wieder arbeiten. Ein Freund und ich fuhren nach Ciudad Guzmán, um am nächsten Tag den Nevado de Colima zu besteigen. Schon im Frühling desselben Jahres machten wir unseren ersten Versuch, den Berg zu besteigen, jedoch schafften wir es mit unserem Auto nicht, die Strasse zum Ausgangspunkt der Wanderung hochzufahren. Für die Strasse ist ein Allradfahrzeug mit genügend Bodenfreiheit notwendig. Aus diesem Grund hatte ich für diesen zweiten Versuch einen Tourguide organisiert. Am heutigen Tag war allerdings nur die Anreise nach Ciudad Guzmán geplant.
Ich fuhr mit der Linie 1 von der Haltestelle Periférico Norte zur Haltestelle Ávila Camacho und wechselte dort auf die Linie 3. An der Station Central de Autobuses stieg ich aus und traf mich mit dem erwähnten Freund. Um 12:00 Uhr fuhren wir mit einem Bus der Firma Primera Plus in Guadalajara ab und erreichten zwei Stunden später Ciudad Guzmán. Ein Taxi brachte uns zum Hotel Zapotlan, dem gleichen Hotel, in dem wir schon im März übernachteten. Die Stadt kannten wir schon von unserem früheren Besuch. Darum badeten wir etwas im Pool und gingen früh ins Bett. Am nächsten Morgen sollte es früh losgehen.
Tag 7 – Nevado de Colima
Um 05:00 Uhr trafen wir unseren Tourguide im Zentrum von Ciudad Guzmán. Das Hotel Zapotlan liegt direkt gegenüber des zentralen Platzes, sodass wir bis um 04:35 Uhr schlafen konnten. Der Colima befindet sich etwa 25 Kilometer südwestlich von Ciudad Guzmán, weshalb wir in diese Richtung aus der Stadt hinausfuhren und nach nicht allzu langer Fahrt die Strasse «Camino al Nevado de Colima» erreichten. Dieser Strasse folgten wir insgesamt für etwa 20 Kilometer. Nach etwa 16 Kilometern auf der Bergstrasse erreichten wir einen Aussichtspunkt, von dem unser Tagesziel, der Nevado de Colima, zum ersten Mal sichtbar wurde. Weitere drei Kilometer weiter oben passierten wir den «Mirador La Joya». Etwa ein Kilometer oberhalb dieses zweiten Aussichtspunkts beendeten wir unsere Fahrt vor einem Tor. Zu diesem Zeitpunkt war es etwa 07:00 Uhr.
Der Vulkan Colima besteht aus zwei Erhebungen, dem älteren und inaktiven Nevado de Colima (4’260 m) und dem jüngeren Volcán de Colima (3’850 m). Der Volcán de Colima wird auch Volcán de Fuego genannt und gilt als aktivster Vulkan Mexikos. Er kann nicht legal bestiegen werden. Der Gipfel befindet sich auf der Grenze der Bundesstaaten Jalisco und Colima und ist der höchste Punkt des Staates Colima. Auf dem höheren Nevado de Colima kann im Winter Schnee liegen, deswegen auch sein Name «schneebedeckter Colima». Er liegt vollständig im Bundesstaat Jalisco und ist gleichzeitig dessen höchster Punkt.
Der Ausgangspunkt unserer Wanderung beim erwähnten Tor liegt auf etwa 3’700 m ü. M. Auf einer Strecke von etwa 4,5 Kilometern überwanden wir gut 500 Höhenmeter und erreichten den Gipfel des Nevado de Colima um etwa 10:00 Uhr. Der Aufstieg beginnt relativ flach und wird am Ende immer steiler. Während des Aufstiegs war der niedrigere Volcán de Colima oft sichtbar. Es muss ein eindrücklicher Anblick sein, wenn er Feuer spuckt. Heute war er jedoch ruhig. An derselben Tour nahmen weitere Leute aus Mexiko und eine Person aus Deutschland teil. Alle erreichten problemlos den Gipfel.

Um etwa 12:30 Uhr waren wir zurück beim Auto. Auf der Rückfahrt stoppten wir bei der verlassenen Siedlung «Campamento La Joya». Um etwa 15:30 Uhr waren wir zurück in Ciudad Guzmán. Unser Guide brachte uns direkt zur Bushaltestelle, denn um 18:00 Uhr fuhr unser Bus zurück nach Guadalajara. Wir hatten sicherlich viel Glück mit dem Wetter heute. Es gab zwar einige Wolken, aber zum grössten Teil war es sonnig. Gewitter waren vorausgesagt um 16:00 Uhr. Wir hatten sie also erwartet, und der Wetterbericht hatte Recht. Von der Bushaltestelle schauten wir zurück zum Berg, der in dunkle Regenwolken gehüllt war. Wenig später erreichte der Regen auch die Stelle, an der wir auf den Bus warteten. Ich war froh, so viel Glück zu haben und den Aufstieg beim zweiten Versuch geschafft zu haben.
Excursiones al Nevado de Colima
Tag 7 – Rückfahrt nach Guadalajara
Um etwa 20:20 Uhr waren wir mit etwas Verspätung zurück in Guadalajara. Wir stiegen an der Haltestelle Periférico Sur aus dem Bus und fuhren dann mit der Linie 1 der Metro bis nach Ávila Camacho. Hier trafen wir meine Freundin. Zusammen fuhren wir mit der Linie 3 bis zur Haltestelle Arcos de Zapopan. Dort nahmen wir ein Uber zum Restaurant «Tacos Arandas Valdepeñas». Hier trafen wir ein paar weitere Leute und assen ein Abendessen.
Tag 8 – Ein weiterer Tag in Guadalajara
Ich hatte heute erst am Abend eine Verabredung. Tagsüber hatte ich Zeit, ein paar Geschenke zu organisieren. Ich fuhr mit der Linie 1 von Periférico Norte nach Auditorio. Das ist eine sehr kurze Strecke von nur einer Station. Im Einkaufszentrum «Chedraui Guadalajara» kaufte ich einen Tequila 1800 Añejo. Danach lief ich zurück zum Airbnb, um meine Einkäufe abzuladen. Später fuhr ich mit der Metro von Periférico Norte nach Ávila Camacho und weiter nach Belisario Dominguez. Dort in der Nähe besuchte ich den Laden für Modellautos «Carros de colección». Ich kaufte mir einen kleinen Ford Mustang. Danach suchte ich nach Blumen, fand aber nur solche aus Plastik und kaufte darum keine. Ich lief bis zum Zentrum von Guadalajara und fuhr dann via Ávila Camacho zurück nach Periférico Norte.
Um 15:00 Uhr traf ich mich mit meiner Freundin im York Pub San Isidro, um etwas zu essen. Ich lief vom Airbnb dorthin und später auch wieder zurück, was je etwa eine Stunde dauerte.
Am Abend war ich bei den Eltern meiner Freundin eingeladen. Es war ein toller Abend, aber danach folgte ein schwerer Abschied, denn am nächsten Morgen flog ich weiter nach Brasilien.
Tag 9 – Flüge nach Brasilien
Um 07:30 Uhr holte mich ein Uber ab und brachte mich zum Flughafen. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde. Mein ursprünglich gebuchter Flug startete um 11:23 Uhr. Aufgrund meiner frühzeitigen Ankunft am Flughafen wurde ich auf den Flug um 09:23 Uhr umgebucht. Mit Flug 215 von Aeroméxico flog ich nach Mexiko-Stadt. Nach einer pünktlichen Landung um 10:55 Uhr hatte ich einen langen Aufenthalt. Was dann folgte, war ein rund neunstündiger Nachtflug nach São Paulo–Guarulhos in Brasilien. Um 17:20 Uhr startete ich mit Flug 8113 von LATAM und landete am nächsten Morgen um 06:05 Uhr mit einer Verspätung von einer guten halben Stunde.
Tag 10 – Flug nach Foz do Iguaçu
Wegen der verspäteten Ankunft in São Paulo wurde ich noch einmal umgebucht. Diesmal auf einen späteren Flug. Um 09:25 Uhr startete ich mit Flug 3114 von LATAM nach Foz do Iguaçu. Dort landete ich um 11:15 Uhr.
Iguazú-Wasserfälle
Tag 10 – Die brasilianische Seite der Wasserfälle
Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 275 grösseren und kleineren Wasserfällen. Damit sind sie das grösste Wasserfallsystem der Welt. Sie sind die Wasserfälle des 1’320 Kilometer langen Flusses Iguaçu (portugiesisch) bzw. Iguazú (spanisch). Der Fluss und somit auch die Wasserfälle bilden hier die Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones. Nur etwa 25 Kilometer unterhalb der Iguazú-Wasserfälle mündet der Iguazú am Dreiländereck der Länder Brasilien, Argentinien und Paraguay in den Paraná. Am Dreiländereck befinden sich die Städte Foz do Iguaçu (Brasilien), Puerto Iguazú (Argentinien) und Ciudad del Este (Paraguay).
Die Wasserfälle sind zwischen 64 und 82 Meter hoch und erstrecken sich in einer hufeisenähnlichen Form über eine Breite von 2’700 Metern. Im Durchschnitt stürzen 1’746 m³ Wasser pro Sekunde in die Tiefe. Das ist ein Weltrekord. Die Nationalparks beiderseits der Wasserfälle gehören zum UNESCO-Welterbe, der Nationalpark Iguazú in Argentinien seit 1984 und der Nationalpark Iguaçu in Brasilien seit 1986. Die Iguazú-Wasserfälle wurden im Rahmen einer Abstimmung der NewOpenWorld Foundation zu einem der sieben Weltwunder der Natur gewählt.

Nach der Landung in Foz do Iguaçu wurde ich von einem Fahrer der Firma IguazuFalls.Travel abgeholt. Für die folgenden fünf Tage rund um die Iguazú-Wasserfälle buchte ich mehrere Transfers bei dieser Firma, die sowohl bei der Buchung als auch später vor Ort einen sehr guten und professionellen Eindruck auf mich machte. Alle Fahrer waren stets freundlich und pünktlich und auch kurzfristige Änderungen waren kein Problem. Der heutige Fahrer, Clóvis, brachte mich direkt vom Flughafen zur brasilianischen Seite der Wasserfälle. Dort half er mir mit den Tickets und gab einige Tipps. Meinen Koffer konnte ich während meines Besuchs der Wasserfälle in seinem Auto lassen.
Vom Besucherzentrum des Nationalparks bis zu den Wasserfällen führt eine knapp zwölf Kilometer lange Strasse. Ich nahm den parkinternen Bus, der im Eintrittspreis inbegriffen ist. An der vorletzten Haltestelle des Busses, etwa ein Kilometer vor dem Ende der Strasse, stieg ich aus dem Bus. Dies war die Haltestelle für den «Trilha das Cataratas Brasil», also den Wasserfall-Wanderweg. Dieser knapp zwei Kilometer lange Wanderweg ist die Hauptattraktion auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle. Da ein Grossteil der Wasserfälle sich auf der argentinischen Seite befindet, hat man von diesem Wanderweg in Brasilien einen hervorragenden Panoramablick auf viele der Wasserfälle.
Der Wanderweg führt auf den Hauptwasserfall «Garganta del Diablo» zu. Gegen Ende des Wanderwegs stösst man auf einen künstlich angelegten Steg am Salto Santa Maria. Am Ende des Stegs befindet sich die Aussichtsplattform «Mirante da Garganta do Diablo». Vermutlich wäre der Garganta del Diablo normalerweise von hier aus zu sehen. Heute war die Gischt, verursacht vom herunterfallenden Wasser, allerdings so gross, dass nur die näher liegenden Wasserfälle sichtbar waren. Die Wassermenge, die an meinen beiden Besuchstagen die Wasserfälle hinunterstürzte, war überdurchschnittlich gross, wie ich nach einigen Recherchen herausfand. Eindrücklich war der Anblick aber auf jeden Fall. Auf dem Steg und generell in der näheren Umgebung der Wasserfälle wird man durch die Gischt auf jeden Fall richtig nass, und nicht nur ein bisschen. Nehmt also nichts mit, das nicht nass werden darf.

Der Wanderweg endete am Porto Canoas Square oberhalb der Wasserfälle. Hier stieg ich wieder in den Bus und fuhr zurück Richtung Parkeingang. Auf etwa halbem Weg bei der Haltestelle für die Macuco-Safari stieg ich aber wieder aus. Dank meines VIP-Passes, den ich gekauft hatte, konnte ich die Warteschlange für den Bus überspringen. Die Wartezeit für die Macuco-Safari war dafür umso länger.
Die Macuco-Safari ist im Wesentlichen eine Speedbootfahrt auf dem Iguazú. Die Wartezeiten entstehen dadurch, dass mehrere Transportmittel von der Bushaltestelle hinunter an den Fluss genommen werden müssen. Zuerst fährt man auf einem gezogenen, offenen Aussichtswagen durch den Dschungel, dann mit einem Jeep und zuletzt mit einer kurzen Standseilbahn, bevor man endlich in das Boot steigen darf. Bei jedem dieser Transportmittel gab es eine Warteschlange, sodass ich fast zwei Stunden benötigte, bis ich auf dem Speedboot war. Irgendwann war ich ziemlich genervt, weil ich diese lange Wartezeit nicht erwartet hatte. Stellt euch also auf eine längere Wartezeit ein, und es wird gut, denn die eigentliche Speedbootfahrt war ein echtes Highlight. Nehmt auch hier nur das Nötigste mit, denn ihr werdet richtig nass.
Nach der Bootsfahrt fuhr ich wieder hinauf zur Bushaltestelle, danach mit dem Bus zum Parkeingang, wo mich Clóvis um 17:15 Uhr abholte und zum «Hotel Dan Inn Express Foz do Iguaçu by Nacional Inn» brachte, wo ich eincheckte.
Macuco-Safari
Parque Nacional do Iguaçu
IguazuFalls.Travel
New 7 Wonders of the World
Tag 10 – Hard Rock Cafe Ciudad del Este
Nach dem Check-in lief ich zu Fuss zum Hard Rock Cafe Ciudad del Este. Das dauerte etwa 40 Minuten. Ich überquerte dabei die «Puente Internacional de la Amistad», die Freundschaftsbrücke. Die Strassenbrücke führt über den Fluss Paraná und verbindet die brasilianische Stadt Foz do Iguaçu mit der paraguayischen Stadt Ciudad del Este. Die Überquerung der Grenze zu Fuss war problemlos. Ich musste noch nicht einmal den Pass vorzeigen. Bei der Überquerung der Brücke sah ich zufällig den Katamaran «Kattamaram II», der gerade die Brücke unterquerte, auf der Rückfahrt der Sonnenuntergangsfahrt, die ich zwei Tage später ebenfalls gebucht hatte. Das Hard Rock Cafe befindet sich direkt an der Grenze auf der paraguayischen Seite der Brücke. Nach dem Einkaufen meiner Souvenirs und einem Abendessen lief ich zurück zum Hotel.
Tag 11 – Die argentinische Seite der Wasserfälle
Am Tag zuvor war es sonnig und schön, aber in der Nacht begann es, heftig zu regnen, und auch am Morgen hörte es nicht auf. Ich besuchte also die argentinische Seite der Wasserfälle bei relativ starken Regenfällen. Um 07:00 Uhr holte mich Clóvis beim Hotel ab und brachte mich an die argentinische Grenze. Diese überquerte ich alleine und traf auf der anderen Seite einen anderen Fahrer, Daniel. Er brachte mich zum Eingang des Nationalparks. Ich war pünktlich zur Öffnungszeit des Parks um 08:00 Uhr dort.
Innerhalb des Parks gibt es eine kleine Eisenbahnstrecke mit drei Bahnhöfen. Ich nahm den ersten Zug des Tages vom Bahnhof «Central» bis zum Bahnhof «Garganta del Diablo» am Ende der Strecke. Hier gibt es einen etwa 1,1 Kilometer langen Steg, der in den Fluss Iguazú hineinragt und direkt zum «Garganta del Diablo», dem «Teufelsschlund», führt, dem grössten Wasserfall des Systems. Beim Überqueren des Stegs fiel mir auf, dass der Wasserpegel wohl ziemlich hoch sein muss. Einige Bäume waren vom Wasser überschwemmt und das Wasser war braun. An der Aussichtsplattform am «Garganta del Diablo» sah ich die Wassermassen in die Tiefe stürzen, und es regnete weiter.

Während ich über den Steg lief, war mir nicht genau bewusst, wie gross die Wassermassen tatsächlich gerade waren. Erst bei meinen Recherchen nach Abschluss der Reise fand ich einen Newsbericht, bei dem es darum ging, dass der Steg zum Garganta del Diablo am 13. Oktober 2025 um 14:00 Uhr wegen zu grosser Wassermassen geschlossen werden musste. Es handelt sich um eine Sicherheitsmassnahme, die ab einer Wassermenge von 6’000 m³/s greift. Dieser Wert ist etwa viermal grösser als der durchschnittliche Wert. Die Regenfälle an meinem Besuchstag führten also wahrscheinlich dazu, dass der Steg am nächsten Tag geschlossen werden musste. Das hat mich wirklich fasziniert.
Nach meiner Rückkehr zum Bahnhof ass ich etwas und suchte Schutz vor dem Regen. Wenig später fuhr ich mit dem Zug die halbe Strecke zurück bis zum Bahnhof «Cataratas». Hier kann man zwei kurze Wanderungen machen. Zuerst wanderte ich auf dem «Circuito Superior», dem oberen Rundgang, eine eindrückliche Wanderung oberhalb der Wasserfälle, bei der man auch einige der Namen der Wasserfälle kennenlernt. Man überquert den Fluss oberhalb der Wasserfälle «Dos Hermanas», «Bossetti», «Chico», «Ramírez», «Mbigua», «Eva» und «Adán». Der grösste ist aber der «Salto San Martín», zu dem ein eigener Steg führt. Auch die zweite Wanderung, «Circuito Inferior», der untere Rundweg, bietet eindrückliche Ausblicke. Hier bewegt man sich unterhalb der Wasserfälle. Weitere kleinere Wasserfälle, die man hier zu Gesicht bekommt, heissen «Lanusse» oder «Alvar Núñez».
Nach diesen beiden Wanderungen fuhr ich mit dem Zug zurück zum Parkeingang, wo mich Daniel um 13:00 Uhr abholte.
Tag 11 – Hard Rock Cafe Iguazu und Las Tres Fronteras
Daniel brachte mich als Nächstes zum Hard Rock Cafe Iguazu in Puerto Iguazu. Dort kaufte ich meine Pins und T-Shirts, bevor wir weiterfuhren zum Dreiländereck «Las Tres Fronteras». Hier an den Landesgrenzen von Argentinien, Brasilien und Paraguay fliesst der Iguazú in den Paraná. Die Brücke «Puente de la Integración» ist hier ebenfalls sehr präsent. Neben der bereits erwähnten Freundschaftsbrücke ist sie die zweite Brücke über den Paraná, die Brasilien mit Paraguay verbindet. Nach einem kurzen Besuch brachte mich Daniel zurück zur Grenze und Clóvis weiter zum Hotel.
Mein Hotel wählte ich wegen seines Standorts. Es ermöglichte mir am Vortag den Besuch des Hard Rock Cafes in Ciudad del Este zu Fuss. Leider ist das Hotel relativ weit vom Stadtzentrum entfernt. Gerade heute, an einem Sonntag, gab es keine geöffneten Läden oder Restaurants in der Nähe des Hotels. Ich musste also etwa 25 min laufen bis zum nächsten Supermarkt, dem «Super Muffato Portinari», um etwas zu essen zu kaufen.
Tag 12 – Itaipu
Am nächsten Morgen um 08:00 Uhr holte Clóvis mich beim Hotel ab und brachte mich zur Itaipu-Staumauer. Die Staumauer befindet sich an der Grenze von Brasilien und Paraguay und staut das Wasser des Flusses Paraná zu einem Stausee von etwa 170 Kilometern Länge und etwa 7 bis 12 Kilometern Breite an. Das Wasserkraftwerk mit dem Namen Itaipu Binacional wurde als Gemeinschaftsprojekt beider Länder 1982 fertiggebaut. Das Kraftwerk erzeugt Strom für beide Nationen und hat eine Gesamtleistung von 14’000 MW.
Im Jahr 1995 stellte die American Society of Civil Engineers eine Liste von sieben Wundern der modernen Welt auf. Die Itaipu-Staumauer ist eines davon. Bis zur Fertigstellung der Drei-Schluchten-Talsperre in China im Jahr 2006 war Itaipu Binacional das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Welt.

Ich wählte die Tour «Itaipu Special», die um 09:00 Uhr begann und etwa 2,5 h dauerte. Mit einem Bus fuhren wir auf die Staumauer und machten dort einen ersten Halt. Der zweite Halt war am unteren Ende der Staumauer. Von diesem Punkt aus besuchten wir zu Fuss das Innere des Staudamms. Wir sahen aus der Nähe den Turbinenraum und auch den zentralen Kontrollraum. Mit dem Bus überquerten wir ausserdem die Mauer oberhalb des Überlaufschutzes, bevor wir zum Ende der Tour zwei weitere Aussichtspunkte besuchten. Dort war die Staumauer in einer Panoramaansicht zu sehen. Alles in allem fand ich es eine sehr interessante und kurzweilige Tour.
Nach der Tour brachte mich Clóvis zum Hotel zurück, wo ich etwa um 12:00 Uhr eintraf. Am Nachmittag hatte ich noch eine andere Tour geplant.
Tag 12 – Sonnenuntergangs-Katamaran Tour
Um 15:30 Uhr wurde ich abgeholt für eine Sonnenuntergangs-Katamaran-Fahrt. Die Abholung vom Hotel war im Tourpreis inbegriffen. Mit einem Kleinbus fuhren wir durch die ganze Stadt, um mehrere Teilnehmer abzuholen. Um 17:00 Uhr ging die Fahrt auf der Kattamaram II los, den Iguazú flussabwärts bis zur Mündung am Dreiländereck, danach weiter flussaufwärts auf dem Paraná, unter den beiden bereits erwähnten Brücken zwischen Brasilien und Paraguay hindurch bis zur kleinen Insel «Ilha Acaraí». Unterwegs gab es ein Abendessen vom Buffet, untermalt mit Live-Musik. Vor der Ilha Acaraí drehte die Kattamaram II langsam, als die Sonne auf der paraguayischen Seite unterging. Kurz danach unterquerten wir ein zweites Mal die Puente Internacional de la Amistad. An dieser Stelle sah ich vor zwei Tagen die Kattamaram II, als ich gerade über die Brücke lief zum Hard Rock Cafe in Ciudad del Este. Wir fuhren den gleichen Weg zurück und wurden dann wieder zurück ins Hotel gebracht. Um 20:00 Uhr kam ich dort an.
Tag 13 – Wandaminen
Heute wurde ich um 06:35 Uhr für eine Ganztagestour abgeholt. Da mein Hotel im Norden der Stadt liegt, war ich der Erste im Bus. Für eine weitere Stunde fuhren wir durch die Stadt und sammelten Leute ein, bevor wir über die Grenze nach Argentinien fuhren. Eine knappe Stunde oder etwa 50 km südlich von Puerto Iguazú war unser erster von zwei Stopps bei den Wandaminen. Die Wandaminen sind die wichtigste Lagerstätte für Halbedelsteine in Argentinien. Hier werden Quarzkristalle, Amethyste, Achate und Topas gewonnen und zu schönem Schmuck und Ornamenten verarbeitet. Es wurde für uns eine kurze, aber interessante Tour angeboten. Der Guide sprach gut Englisch und machte tolle Fotos.

Tag 13 – San Ignacio Miní
Nach weiteren 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir San Ignacio, wo wir zuerst in einem Restaurant assen. Ich kaufte mir zwei grosse Sandwiches. Eines für das Mittagessen und eines für das Abendessen. Am Nachmittag schauten wir uns die Ruinen der Jesuitenmission San Ignacio Miní an. Diese von Jesuiten gegründete Mission hatte die Evangelisierung der Guaraní-Ureinwohner zum Hauptzweck. Die ursprüngliche Mission wurde im Jahr 1610 an einem anderen Ort gegründet, wurde aber aufgrund von Angriffen an diesen Standort in der Provinz Misiones im nördlichen Argentinien verschoben. Die heute sichtbare Siedlung wurde 1696 gegründet und hatte in ihrer Blütezeit bis zu 4’000 Einwohner. Die Jesuiten wurden im Jahr 1767 von den Spaniern von diesem Ort vertrieben. Seit 1984 gehört San Ignacio Miní zum UNESCO-Weltkulturerbe, zusammen mit drei weiteren Jesuitenmissionen in Argentinien und einer in Brasilien.
Nach einer längeren Fahrt von etwa 4 Stunden war ich um 20:30 Uhr zurück im Hotel.
Tag 14 – Reise nach Rio de Janeiro
Heute konnte ich ausschlafen. Clóvis holte mich um 11:00 Uhr beim Hotel ab und brachte mich zum Flughafen von Foz do Iguaçu. Um 14:20 Uhr flog ich mit Flug 3685 von LATAM zum Flughafen Rio de Janeiro-Antônio Carlos Jobim. Um 16:10 Uhr landete ich pünktlich und fuhr dann mit einem Uber zum Hotel Astoria Copacabana. Um 18:00 Uhr checkte ich ein.
Rio de Janeiro
Tag 15 – Zuckerhut und Rio Samba Bus
Heute war mein erster von zwei Tagen in Rio de Janeiro. Ich wollte die beiden wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen: den Zuckerhut und die Christusstatue «Cristo Redentor». Ich hatte ein volles Programm, darum stand ich um 06:30 Uhr auf und lief gleich los zum Botafogo-Strand. Von hier wollte ich ein paar Fotos vom Zuckerhut von der Seite machen. Leider stand die Sonne zu so früher Stunde schon zu hoch und das Licht war darum ungünstig. Doch unterwegs konnte ich die Christusstatue zum ersten Mal sehen, und die Bilder davon gelangen besser. Ich lief weiter zur Talstation der Seilbahn auf den Zuckerhut. Sie liegt am «Praça General Tibúrcio» beim Strand «Praia Vermelha» und direkt unterhalb der Felswand des «Morro da Babilônia». Ich hatte ein Fast-Pass-Ticket für die erste Seilbahn um 09:00 Uhr, jedoch konnte ich bereits um etwa 08:30 Uhr vorzeitig hinauffahren. Über die Zwischenstation «Morro da Urca» führt die Seilbahn auf den 396 m hohen Zuckerhut, oder «Pão de Açúcar» in der Landessprache. Der Ausblick auf einen Teil von Rio de Janeiro ist fantastisch.

Nach einer Weile fuhr ich mit der Seilbahn wieder hinunter und wartete auf den Rio Samba Bus, Rio de Janeiros Variante eines Hop On Hop Off Busses. Ich nahm den nächsten Bus der roten Route 1 um 10:24 Uhr von Stopp Nr. 8 «Bondinho Pão de Açúcar» bis Stopp Nr. 21 «Estação de Trem do Corcovado ao Cristo Redentor». Ich fuhr also von der Zuckerhut-Seilbahn zur Talstation des Corcovado-Zuges.
Tag 15 – Cristo Redentor und Rio Samba Bus
Da mein Ticket für 14:00 Uhr gültig war, hatte ich noch Zeit, im Restaurant «Taberna 564» zu Mittag zu essen. Nach einer längeren Wartezeit konnte ich dann um 14:00 Uhr auf den 710 m hohen Corcovado fahren. Die Fahrt mit der Standseilbahn der Schweizer Firma Stadler dauerte etwa 20 min. Dann stand ich direkt unter der 30 m hohen Christusstatue von 1931. Es waren viel zu viele Leute hier, was aber zu erwarten war. Die Statue wurde von der bereits erwähnten Kampagne «New 7 Wonders of the World» zu einem der neuen sieben Weltwunder gewählt. Es war bereits das sechste Weltwunder dieses Typs, das ich besuchen konnte. Dazu gehörten die Chinesische Mauer in China (2019), Chichén-Itzá in Mexiko (2020), das Kolosseum in Rom, Italien (2020), die Felsenstadt Petra in Jordanien (2022) und Machu Picchu in Peru (2024). Es fehlt also nur noch der Taj Mahal in Indien.

Ich fuhr wieder mit dem Zug hinunter zur Talstation und dann mit dem Rio Samba Bus um 16:05 Uhr weiter zum Zuckerhut. Da die Tour beim Stopp Nr. 1 «Shopping Cassino Atlântico» endet, musste ich aussteigen, etwa eine halbe Stunde warten und den Bus der nächsten Tour um 17:15 Uhr nehmen. Von der Haltestelle beim Zuckerhut lief ich ein zweites Mal an diesem Tag zum Botafogo-Strand. Jetzt war das Licht besser als am Morgen. Die Sonne war zwar schon nicht mehr zu sehen, aber das Restlicht reichte für ein paar gute Fotos des Zuckerhuts von der Seite. Nur wenige Meter entfernt kaufte ich mir bei Pizza Hut eine Pizza zum Mitnehmen und fuhr mit einem Uber zum Hotel zurück. Um etwa 19:10 Uhr war ich im Hotel.
Rio Samba Bus
Trem do Corcovado
Parque Bondinho Pão de Açúcar
Tag 16 – Sonnenaufwangswanderung auf den Morro Dois Irmãos
Heute klingelte mein Wecker schon um 02:55 Uhr. Kurz danach nahm ich ein Uber nach Vidigal. Dort traf ich um 03:30 Uhr auf meinen Guide Rodrigo und die anderen Tourteilnehmer, die ebenfalls an der Morgenwanderung auf den Morro Dois Irmãos (zwei Brüder) teilnahmen. Nach einer kurzen Fahrt mit einem Kleinbus wanderten wir, ausgerüstet mit Stirnlampen, etwa 1,6 Kilometer und 300 Höhenmeter auf den Morro Dois Irmãos. Dies ist eine beliebte Sonnenaufgangswanderung. Einige weitere Gruppen waren unterwegs. Die Sonne ging heute um 05:18 Uhr auf und wir waren pünktlich oben. Die Sicht war leider durch einige tiefliegende Wolken verdeckt, aber der Corcovado mit seinem Cristo war sichtbar. Der Sonnenaufgang war sehr schön anzusehen und die Wolken trübten die Aussicht kaum. Unser Guide Rodrigo war sehr nett und erfahren, und er machte tolle Fotos. Um 07:00 Uhr waren wir schon zurück in Vidigal. Ich teilte mir ein Uber mit jemandem und fuhr zurück zum Hotel, wo ich bereits um 08:00 Uhr wieder ankam. Der ganze Tag lag noch vor mir.

Tag 16 – Copacabana und Nationalpark Tijuca
Das Hotel, in dem ich übernachtete, liegt im Stadtteil Copacabana, einem der bekannteren Stadtteile Rio de Janeiros. Da meine gebuchte Nachmittagstour erst um 12:50 Uhr beginnen sollte, entschied ich mich, etwas am bekannten Strand von Copacabana entlangzulaufen.
Um 13:20 Uhr wurde ich mit einer Verspätung von etwa 30 min abgeholt. Die Begründung für die Verspätung war, dass unser Guide noch die morgendliche Tour abschliessen musste, wegen viel Verkehrs in der Stadt leider etwas zu spät. Das war aber das einzig Schlechte an dieser Tour. Nachdem wir zwei weitere Teilnehmer abgeholt hatten, hatten wir eine tolle Tour und auch hier war ein toller Guide dabei. Wir fuhren in den Tijuca-Regenwald und -Nationalpark. Der Nationalpark wurde 1961 geschaffen und hat eine Fläche von knapp 40 Quadratkilometern. Seit 2012 gehört der Park zum UNESCO-Welterbe mit dem Namen «Rio de Janeiro: Carioca-Landschaften zwischen Bergen und Meer». Auch die Christusstatue befindet sich innerhalb des Nationalparks, wenn auch an dessen Rand.
Wir fuhren zuerst an einen Aussichtspunkt namens «Vista Chinesa». Hier hat man ein tolles Panorama mit dem Corcovado links, dem Zuckerhut in der Mitte und dem Morro Dois Irmãos auf der rechten Seite. Es war interessant, den Morro Dois Irmãos von dieser Seite aus zu sehen. Er sieht von hier viel länglicher aus, anders als ich ihn vom Morgen her in Erinnerung hatte. Unser zweiter Stopp waren die Wasserfälle «Cascatinha Tauney». Beim dritten Stopp machten wir eine kleine Wanderung. Highlights der Wanderung waren die «Gruta dos Morcegos» (Fledermaushöhle) und der Wasserfall «Cascata da Baronesa». In der Höhle, in der keine Fledermäuse zu sehen waren, machte unser Guide ein paar gute Fotos von uns. Auf der ganzen Wanderung, die nur gut zwei Kilometer lang war, wies unser Guide uns immer wieder auf die Tierwelt hin. Die Tour endete um etwa 18:30 Uhr beim Hotel.

Heimreise
Tag 17 – Flug nach London
Heute schlief ich aus und checkte vor dem Mittag aus dem Hotel aus. Dann nahm ich ein Uber zum Flughafen. Um 16:50 Uhr flog ich mit Flug 248 von British Airways nach London. Nach einem elfstündigen Flug landete ich am nächsten Morgen pünktlich um 08:10 Uhr in London Heathrow.
Tag 18 – Flug nach Zürich
An diesem Sonntag wartete noch der letzte von insgesamt neun Flügen dieser Reise. Um 09:25 Uhr startete ich mit Flug 712 von British Airways nach Zürich und landete dort um 12:15 Uhr.
Mehr Bilder zu diesem Beitrag gibt es in meinem Flickr-Profil im Album: Guadalajara, Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro (Oktober 2025).
Ein Gedanke zu „Guadalajara, Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro“
Lieber Gieri, du hast erneut einen tollen, ausführlichen Reisebericht geschrieben. Danke fürs Teilen deiner Erlebnisse.
Beatrice